Prophylaxe in der Pflege bezeichnet alle vorbeugenden Maßnahmen, die typische Folge- und Begleiterkrankungen verhindern – etwa Druckgeschwüre, Stürze oder Gelenkversteifungen. Gerade bei eingeschränkter Mobilität ist konsequente Vorbeugung entscheidend für Gesundheit und Lebensqualität.
Warum ist Prophylaxe so wichtig?
Wer viel liegt oder sitzt, ist besonders gefährdet. Vorbeugen ist einfacher, schonender und günstiger als die spätere Behandlung. Eine kontinuierliche 24-Stunden-Betreuung zu Hause erkennt Risiken früh und setzt Maßnahmen verlässlich im Alltag um.
Die wichtigsten Prophylaxen im Überblick
- Sturzprophylaxe – Stürze und Folgeverletzungen vermeiden
- Dekubitusprophylaxe – Druckgeschwüren vorbeugen
- Kontrakturprophylaxe – Gelenkversteifungen verhindern
- Intertrigoprophylaxe – Wundsein in Hautfalten vermeiden
- Parotitisprophylaxe – Entzündung der Ohrspeicheldrüse vorbeugen
- außerdem: Pneumonie-, Thrombose- und Obstipationsprophylaxe
Was bedeutet das im Alltag?
Prophylaxe lebt von Regelmäßigkeit: Bewegung und Mobilisation, sorgfältige Haut- und Mundpflege, ausreichend Trinken, abwechslungsreiche Ernährung und eine sichere Wohnumgebung. Dokumentiert wird das idealerweise in einem Pflegetagebuch.
Unterstützung zu Hause
Eine Betreuungskraft entlastet Angehörige und sorgt für die nötige Kontinuität. Unverbindlich anfragen: Bedarfsfragebogen. Allgemeine Infos: Bundesgesundheitsministerium.