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Besuchseinschränkungen in Pflegeheimen in Corona Zeiten

Besuchseinschränkungen in Pflegeheimen in Corona Zeiten

Einem Menschen, der an Demenz erkrankt ist, fällt es nicht leicht zu verstehen, warum die Angehörigen in Corona-Zeiten nicht mehr zu Besuch kommen. Vielleicht gelingt es dem Pflegepersonal, die Situation zu erklären. Aber vielleicht muss die Situation morgen erneut erklärt werden. Gerade jene Menschen, die jetzt die Nähe ihrer Angehörigen besonders dringend benötigen, stehen unter besonderen Besuchseinschränkungen. Denn vor allem betagte Menschen gehören zur Risikogruppe. Menschen im fortgeschrittenen Alter haben ein besonders hohes Risiko an Covid-19 schwer zu erkranken. Den Tod eines lieben Menschen riskieren oder den Besuch einschränken? Einfache Antworten auf diese Frage gibt es wohl kaum.

Besuchseinschränkungen und Lockerungen

Mit dem sogenannten Lockdown in der Mitte des Monats April 2020 waren praktisch gar keine Besuche für Angehörige in Pflegeheimen mehr möglich. Eine sehr schwierige Zeit für alle Beteiligten. Denn auch das seelische Wohl der Betroffenen hat nicht unwesentlichen Einfluss auf den gesundheitlichen Zustand der Menschen. Seit dem 6. Mai 2020 gibt es auch für den Besuch von Menschen in Pflegeeinrichtungen erste Lockerungen. Die Bund-Länder Konferenz hat beschlossen, dass der wiederkehrende Besuch einer definierten Person unter bestimmten Auflagen möglich ist. Bedingung hierfür ist, dass es in der Pflegeeinrichtung keinen Corona-Fall gab. Die Ausgestaltung der Regeln für die Besuche liegt in der Hand der einzelnen Bundesländer. Diese können auch weiterreichende Regelungen treffen und Quarantänemaßnahmen für die Bewohner bestimmen. So erwarten Sie also recht unterschiedliche Regelungen, je nachdem in welchem Bundesland Sie eine Person besuchen möchten, die im Pflegeheim lebt.

Regelungen in den Bundesländern

In Baden-Württemberg ist der Besuch von stationären Einrichtungen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf grundsätzlich nicht mehr möglich. Wenn allerdings geeignete Maßnahmen zum Schutz vor der Infektion getroffen werden können, dann kann ein Besuch auch wieder gestattet werden. In Bayern darf eine Person aus dem Kreis der Familienangehörigen einmal täglich zu einer festen Zeit einen Besuch abstatten. Die Besucher müssen allerdings namentlich registriert sein. In Berlin bleibt der Besuch von Menschen mit Atemwegsinfektionen verboten. Besuchsregelungen sind mit dem Gesundheitsamt abzustimmen. In Brandenburg ist der Kontakt zu Bewohnern und Pflegepersonal mit Hilfe von baulichen Maßnahmen zu vermeiden. In Bremen ist das Betreten von Pflegeeinrichtungen bei berechtigtem Interesse ausnahmsweise möglich.

In Hamburg bleibt das Besuchsverbot zum gegenwärtigen Zeitpunkt (12. Mai 2020) bestehen. In Hessen wiederum sind einrichtungsbezogene Konzepte möglich, die es ermöglichen, dass nahestehende Personen einmal pro Woche zu Besuch kommen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind Ausnahmen vom Besuchsverbot unter Beachtung einer größtmöglichen Kontaktreduzierung möglich. In Niedersachsen muss eine Pflegeeinrichtung den geschützten Kontakt zwischen Bewohner und Besucher nachweisen, um Ausnahmen vom Besuchsverbot zu gestatten. In Nordrhein-Westfalen ist ein Kurzscreening der Besucher vorgeschrieben, bevor die Bewohner von maximal zwei Personen pro Tag besucht werden können.

In Rheinland-Pfalz sind die Besuche auf eine Stunde pro Tag begrenzt. Jeder Bewohner darf nur einen Besucher empfangen. Voraussetzung hierfür ist, dass es in der Einrichtung bisher keinen Corona-Fall gab. Auch im Saarland sind Besuche prinzipiell unzulässig. Ausnahmen sind unter der Einhaltung besonderer Schutzmaßnahmen möglich. In Sachsen wird der Zutritt zu einer Einrichtung im Ausnahmefall von der Einhaltung von hygienischen und organisatorischen Auflagen abhängig gemacht, die von der Leitung der Einrichtung zu definieren ist. In Sachsen-Anhalt kann die Ausnahme vom Besuchsverbot durch ein besonderes berechtigtes Interesse geltend gemacht werden. In Schleswig-Holstein wiederum müssen Ausnahmen vom Betretungsverbot vom Gesundheitsamt genehmigt werden. In Thüringen werden die Ausnahmen von der Leitung der Einrichtung definiert.

Informieren Sie vor einem Besuch also eingehend von den Regelungen der jeweiligen Einrichtung. Und halten Sie sich an alle Vorgaben, auch dann, wenn Ihnen Ihre Emotionen eigentlich ein anderes Verhalten wünschen.

Kommentare

Christopher Seidel 11.06.2021 10:29

Super geschriebener und informativer Artikel :-). In diesen Blog werde ich mich noch richtig einlesen

Christopher Seidel 21.08.2020 10:38

Super geschriebener und informativer Artikel :-). Eine sehr gute Aufstellung. In diesen Blog werde ich mich noch richtig einlesen 🙂


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    Pflege zu Hause oder im Pflegeheim?

    Das vertraute Umfeld aufrechterhalten oder ein Team professioneller Fachkräfte, das immer verfügbar ist? Wer darüber nachdenkt, die Pflege zu Hause oder in einem Pflegeheim zu realisieren, wird bald feststellen, dass beide Optionen ihre Vorteile und Nachteile haben.

    Wenn ein Mensch pflegebedürftig geworden ist, dann stellt sich die Frage, auf welche Weise die Pflege realisiert werden soll. Vor allem zwei Modelle bieten sich dann an:

    1. Die Pflege im Pflegeheim

    2. Die Pflege zu Hause

    Es ist ein großer Vorteil, wenn die pflegebedürftige Person die Situation selbst umfassend einschätzen kann. Lassen Sie sich (wenn Sie gesund sind) einmal selbst auf dieses Gedankenspiel ein: Angenommen, Sie werden pflegebedürftig. Wo soll die Pflege dann umgesetzt werden? Bei Ihnen zu Hause oder doch eher in einer entsprechenden stationären Pflegeeinrichtung? Wer liebt nicht das eigene zu Hause? Aber tatsächlich haben beide Optionen ihre Vorteile und ihre Nachteile.

    Die Pflegebedürftigkeit akzeptieren

    Der erste Schritt ist natürlich die Akzeptanz der Pflegebedürftigkeit. Nicht selten gibt es auch nach Eintreten der Notwendigkeit einer Pflege den Gedanken: „Das schaffe ich noch alleine“ oder „das ist nur vorübergehend, das wird wieder“. Natürlich, es gibt immer Fälle, in denen eine Pflegebedürftigkeit auch wieder verschwindet. Aber jedem Menschen sollte, die Pflege zukommen, die er oder sie benötigt.

    Die erste Option: Pflege im Pflegeheim

    Keine Frage: Hier wird die Pflege professionalisiert angeboten. Hier steht der pflegebedürftigen Person ein Team von Fachkräften zu Verfügung, ein geregelter Tagesablauf und jede Fachkraft weiß genau was bei komplizierten Situationen zu tun ist. Das Pflegeheim entlastet die Familie und wer gerne Kontakte zu anderen Menschen liebt, ist hier gewiss niemals einsam. Ja, in guten Pflegeheimen ist auch für ein tägliches Freizeitprogramm gesorgt: Vom gemeinsamen Singen bis zur geselligen Kochrunde ist immer für Unterhaltung gesorgt. Soweit möglich werden auch Ausflüge angeboten und auch der nächste Arzt ist meist niemals weit entfernt. Die Pflege im Pflegeheim ist im Regelfall allerdings teuer als die Pflege zu Hause. Und sie ist natürlich auch mit einer grundlegenden Änderung des eigenen Wohnumfeldes verbunden. Wer möchte schon gerne im fortgeschrittenen Alter sein ganzes Leben verändern? Wer möchte das eigene Häuschen verlassen, für das man so lange gespart hat? Und natürlich ist auch nicht jedes Pflegeheim gleich einem anderen Pflegeheim. Viele Pflegeheime bieten eine hervorragende Betreuung, manche kämpfen aber auch mit dem Personalnotstand, was zu einer entsprechenden Schere zwischen Idealismus und Pragmatismus führen kann.

    Die andere Option: Die Pflege zu Hause

    Das traute Heim. Wer ist nicht glücklich, an diesem Ort den eigenen Lebensabend zu verbringen? Gerade Menschen, die unter Demenz leiden kann das gewohnte Lebensumfeld eine gewisse Stütze bieten. Verschiedene Rituale können die Bewältigung des Tagesablaufes stützen. Wer zusätzlich zu allen anderen Verwirrungen, die die neue Situation bietet, auch noch umziehen und sein ganzes Leben umgestalten muss, der steht vor großen Herausforderungen. Gut, wenn das eigene häusliche Umfeld dann noch die nötige Stabilität bietet. Bei einer Betreuung zu Hause kann der Tagesablauf individueller gestaltet werden. Dieser kann sich am bisherigen Leben besser anlehnen als das im Pflegeheim meistens möglich ist. Oft ist es auch möglich, die Pflege im Umfeld der eigenen Familie zu realisieren. Die gewohnten familiären Ansprechpartner können auch eine wichtige Stütze für die pflegebedürftige Person sein, ganz unabhängig von der Frage, ob eine zusätzliche Pflegeperson in den Haushalt geholt wird oder ob die Pflege alleine von den Angehörigen geleistet wird. Das eigene häusliche Umfeld bietet ein Gefühl der Sicherheit, was vor allem für Menschen mit Demenz ein ganz wichtiger Faktor in einem doch oft allzu orientierungslosen Leben sein kann. Bekannte Gesichter sind ebenso wichtig wie die vielfältigen Erinnerungsstücke, die sich in der Wohnung im Verlauf eines Lebens angesammelt haben. Allerdings sind nicht alle Hilfsmittel für die Pflege sofort zu Hause vorhanden. Auch sind nicht selten wohnungstechnische Umbaumaßnahmen vonnöten, um die Pflege zu realisieren. Denn nicht jede Wohnung ist pflegerecht ausgestattet.

    Kommentare

    Jade Labrentz 30.03.2022 10:24

    Vielen Dank für die gute Übersicht! Viele Seniorenheime sind gleichzeitig auch Pflegeheime. Meine Mutter z.B. war dort erst zum betreuten Wohnen und später leider als Pflegefall untergebracht. So hat sie sich einen erneuten wechsel gespart.

    Anton Schneider 27.03.2022 16:50

    Ich denke, dass die Pflege im Pflegeheim schon viele Vorteile bietet. Vor allem durch die Seniorenbetreuung sind die älteren Menschen rundum versorgt. Das bleibt den Individuen letztendlich aber selbst überlassen.

    Hannes Bartschneider 07.11.2021 14:42

    Mein Großvater ist stark pflegebedürftig. Ich würde ihn gern in ein Pflegeheim geben, wo ausgebildete Pflegefachfrauen- oder Männer sich besser um ihn kümmern können, als ich es tun kann. Gut zu wissen, dass es in solchen Heimen auch ein Freizeitprogramm gibt.

    Kathi Seibert 21.01.2021 13:42

    Wir wünschen uns für meinen Vater eine Unterbringung in einem schönen Pflegeheim, da wir ihn leider nicht zuhause unterbringen können. Ich hoffe allerdings, dass wir ein Heim finden, dass sicher, zuverlässig und modern ist. Der Vorteil, dass vor Ort eben ausgebildete Pfleger sind, ist für uns entscheidend.

    Karl Heinrich 13.01.2021 20:44

    Mein Vater benötigt mittlerweile auch viel Hilfe und wir überlegen, wie wir das in Zukunft regeln werden. Das Gedankenspiel ist eine wirklich gute Anregung. Ich hatte mir zuvor keine Gedanken gemacht, wie es mir ergehen würde. Gleichzeitig müssen wir auch unseren beruflichen Verpflichtungen nachgehen. Ein Kollege hat mir eine Tagespflege für Senioren empfohlen, das werde ich mir auch mal genauer anschauen.

    Emilia Scholz 10.12.2020 18:52

    Mein Vater ist mittlerweile pflegebedürftig und lebt alleine zu Hause. Mir, als Tochter, fällt es sehr schwer bei ihm zu sein, da ich zwei kleine Kinder zu Hause habe und kilometerweit entfernt wohne. Wir hatten uns auch schon nach Pflegeheimen umgeschaut und einige interessante Orte entdeckt. Die Idee eines täglichen Freizeitprogramms spricht meinen Vater eher an.

    Theo Schumacher 11.11.2020 01:25

    Der Beitrag zum Thema Altenpflege ist sehr hilfreich. Ich wollte besser informiert sein, denn ich weiß sehr wenig darüber. Nachdem ich diesen Artikel gelesen habe, weiß ich genug über dieses Thema.

    Joachim Hussing 22.10.2020 23:02

    Vielen Dank für die Informationen bezüglich der Pflegedienste. Meine Eltern sind in einem schlechten Gesundheitszustand, und ich habe das Gefühl, dass sie rund um die Uhr Pflege brauchen werden. Ich werde mich nach einem Pflegedienst umsehen, der sich um meine Eltern kümmern kann.

    Dietrich Bachmann 15.09.2020 21:51

    Das Wohnen zu Hause im Alter ist ja die beste Situation für die meisten, aber oftmals geht es leider nicht. Für meine Oma ist das genau der Fall. Deswegen wollen wir eine Seniorenwohnung für sie finden. Dann hat sie Gesellschaft und Betreuung.

    Katherine Fischer 14.05.2020 22:53

    Ich bin echt dankbar, dass ich diesen Beitrag zum Thema Pflege gefunden habe. Mit meiner Nachbarin habe ich mich schon viel darüber unterhalten, denn ein Verwandte von ihr braucht Pflege. Das stimmt, dass es im Pflegeheim oftmals viele Aktivitäten gibt. Ich denke, den Beitrag werde ich ihr mal schicken.

    Hans Grubmüller 29.04.2020 20:39

    Das ist ein guter Vorschlag, dass man sich wohler zu Hause fühlt als vielleicht im Altersheim. Wenn man zu Hause noch wohnen kann, dann ist es vielleicht leichter, mit Demenz oder anderen physischen Krankheiten umzugehen. Das ist eine große Hilfe.


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