Die MDK-Begutachtung entscheidet über den Pflegegrad – und damit über die Leistungen der Pflegekasse. Eine gute Vorbereitung ist entscheidend, damit der tatsächliche Hilfebedarf richtig erfasst wird.
Was ist die MDK-Begutachtung?
Beantragen Sie Leistungen, schätzt zunächst ein Gutachter des Medizinischen Dienstes (MD/MDK) den Pflege- und Hilfebedarf ein. Die Begutachtung findet dort statt, wo die pflegebedürftige Person lebt.
Warum die Vorbereitung so wichtig ist
Viele Betroffene beschönigen ihre Situation – mit der Folge, dass ein zu niedriger Pflegegrad festgestellt wird. Wichtige Grundregel: Der MDK prüft nicht, was noch geht, sondern was ohne fremde Hilfe nicht mehr bewältigt werden kann.
Die 6 Module der Begutachtung
Seit 2017 erfolgt die Einstufung nach einem Punktesystem mit sechs Modulen: Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen sowie Gestaltung des Alltags.
So bereiten Sie sich vor
Führen Sie ein Pflegetagebuch und halten Sie alle Verrichtungen fest, bei denen Hilfe nötig ist – gemeinsam mit Angehörigen oder der Betreuungskraft. Sorgen Sie dafür, dass beim Termin eine vertraute Person anwesend ist. Eine 24-Stunden-Betreuung kann dabei wertvoll dokumentieren. Offizielle Infos: Bundesgesundheitsministerium.