Pflegefall – und nun? Ratgeber zur häuslichen Rundumpflege

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Wird ein Angehöriger plötzlich zum Pflegefall, zählen die ersten Schritte: Pflegekasse kontaktieren, Beratung in Anspruch nehmen, Pflegegrad beantragen und die Betreuung organisieren. Mit der folgenden Checkliste behalten Sie den Überblick – damit Ihr Angehöriger zu Hause bleiben kann.

„…aber es war doch zuletzt alles in Ordnung. Ab und zu hat Papa vergessen, wo er die Brille hingelegt hat. Gestern erhielt ich plötzlich einen Anruf vom Krankenhaus, dass mein Vater gestürzt ist und zum Pflegefall wird.“ Der größte Wunsch vieler Betroffener ist es, den Herbst des Lebens zu Hause zu verbringen. Mit der richtigen Unterstützung lässt sich dieser Wunsch erfüllen – auch wenn Angehörige berufstätig sind und nicht vor Ort wohnen.

Eine Kundin aus Würzburg hat genau das erlebt: Über die lokale Sozialstation und Pflegeberatung kam sie zur Agentur Betreuung zuhaus‘, die polnische Pflegekräfte vermittelt. Seither lebt eine Betreuungskraft im Haushalt ihres Vaters – und er hat seine Lebensfreude zurückgewonnen.

Was ist Pflegebedürftigkeit?

Pflegebedürftig ist nach dem Gesetz, wer wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung bei der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität oder der hauswirtschaftlichen Versorgung dauerhaft – voraussichtlich für mindestens sechs Monate – in erheblichem Maße auf Hilfe angewiesen ist. Pflegebedürftigkeit kann in jeder Lebensphase eintreten.

Checkliste: Die ersten Schritte im Pflegefall

  1. Pflegekasse kontaktieren: Wenden Sie sich an Ihre Kranken-/Pflegekasse oder einen Pflegestützpunkt in Ihrer Nähe. Eine bevollmächtigte Person (Angehörige, Nachbarn) kann das für Sie übernehmen.
  2. Informationen anfordern: Nach dem Antragseingang erhalten Sie eine Vergleichsliste über Leistungen und Gebühren der Pflegeeinrichtungen sowie Hinweise auf Entlastungsangebote.
  3. Beratung nutzen: Sie haben Anspruch auf eine Pflegeberatung – spätestens zwei Wochen nach Antragseingang. Privatversicherte erreichen die „COMPASS Private Pflegeberatung“ unter 0800 101 88 00.
  4. Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD): Nach dem Antrag beauftragt die Pflegekasse den MD bzw. einen unabhängigen Gutachter, um die Pflegebedürftigkeit einzustufen.
  5. Pflegetagebuch führen: Notieren Sie mit Zeitangaben, bei welchen Verrichtungen Hilfe nötig ist (z. B. Waschen 30 Min., Essen 25 Min.). Diese Angaben sind für die Begutachtung sehr wichtig.
  6. Bei der Begutachtung dabei sein: Bitten Sie eine Pflegeperson oder Angehörige, beim Termin anwesend zu sein.
  7. Betreuung organisieren: Die Agentur Betreuung zuhaus‘ bietet häusliche Betreuung und hauswirtschaftliche Versorgung rund um die Uhr durch polnisches Pflegepersonal. Beraten Sie sich unverbindlich unter 09342 9151977 oder füllen Sie direkt den Bedarfsfragebogen aus.
  8. Alternative prüfen: Ist die Pflege zu Hause nicht möglich, lassen Sie sich bei Ihrer Pflegekasse zu einer vollstationären Einrichtung beraten.

Sie möchten wissen, wie eine 24-Stunden-Betreuung zu Hause konkret abläuft? So funktioniert die Vermittlung Schritt für Schritt – und welche Leistungen Sie erwarten dürfen.

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