In der Demenz-Sterbephase zählen Geborgenheit und Nähe mehr als Worte. Auch wenn die geistige Leistungsfähigkeit verloren ist, bleibt die emotionale Aufnahmefähigkeit meist bis zuletzt erhalten – Angehörige können würdevoll begleiten.
Ethische Grundsätze
Die Würde des Menschen ist auch in der Sterbephase unantastbar. Es geht um Lebensqualität, die Linderung von Schmerzen und die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse wie Geborgenheit – auch wenn die Person sie nicht mehr in Worte fassen kann.
Kommunikation und Geborgenheit
Berührt und gehalten zu werden ist jetzt zentral. Beobachten Sie, wie die Person auf Stimme, Gestik, Mimik, Musik oder Düfte reagiert – zwischenmenschlicher Dialog kann mehr bedeuten als Worte. Das knüpft an die Kommunikation mit Demenzkranken an.
Die Biografie der Person einbeziehen
Lieblingslieder, Bezug zur Religion, vertraute Rituale und wichtige Erinnerungen helfen, eine passende Begleitung zu gestalten.
Im Heim oder zu Hause?
Ein Ortswechsel in der letzten Lebensphase bedeutet zusätzliche Belastung – vertraute Umgebung gibt Halt (siehe Veränderungen im Haushalt vermeiden). Eine Betreuung zu Hause ermöglicht oft genau das. Eine gute Kooperation von Angehörigen, Pflegekräften und Ärzten sichert ein Sterben in Würde. Unterstützung: Deutsche Alzheimer Gesellschaft.