Persönlichkeitsveränderungen bei Demenz

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Persönlichkeitsveränderungen bei Demenz gehören zu den größten Herausforderungen für Angehörige. Von Desinteresse über plötzliche Stimmungsschwankungen bis zur Aggressivität – diese Veränderungen sind nicht „Bosheit“, sondern Folge der Erkrankung.

Wenn die Persönlichkeit fremd wird

Die Veränderungen verlaufen schleichend: Erst steht die Vergesslichkeit im Vordergrund, später kommen emotionale Gleichgültigkeit, Rückzug aus Familie und Hobbys, manchmal enthemmtes oder aggressives Verhalten hinzu. Für die an Alzheimer erkrankte Person sind diese Gefühle durchaus logisch – das macht sie für Außenstehende so schwer nachvollziehbar.

Wie begegne ich den Persönlichkeitsveränderungen bei Demenz?

Versuchen Sie, ein Feingefühl für die Welt der erkrankten Person zu entwickeln, statt sie von der Realität überzeugen zu wollen. Vermeiden Sie Konfrontationen und stellen Sie Ihre Wahrnehmung wertfrei daneben: „Ich kann das nicht sehen.“ So entsteht kein Wettstreit, wessen Sicht „richtig“ ist – eine Haltung, die auch die Kommunikation mit Demenzkranken erleichtert.

Der Umgang mit Aggressionen

Begegnen Sie Aggression nicht mit eigener Aggression – das schaukelt die Situation hoch. Sagen Sie sich innerlich: „Das bist nicht du, das ist die Krankheit.“ Vertiefende Strategien finden Sie unter Aggressionen bei Demenz.

Beschäftigung anbieten

Erlauben Sie Beschäftigungen, auch wenn sie unverständlich wirken (denselben Brief lesen, Schubladen ausräumen), solange Sie damit leben können – und loben Sie. Jede angenehme Tätigkeit verbessert den Alltag. Eine einfühlsame Betreuung zu Hause entlastet zusätzlich. Weitere Beratung: Deutsche Alzheimer Gesellschaft.

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