Aggressionen bei Demenz sind fast immer ein Hilferuf – kein böser Wille. Wer die Ursachen versteht, kann ruhig und einfühlsam reagieren und schwierige Situationen entschärfen.
Ursachen von Aggressionen bei Demenz
- Kommunikationsbarrieren: Wer sich nicht mehr verständlich machen kann, drückt Frust mitunter über Aggression aus.
- Körperliches Unbehagen: Schmerzen oder Beschwerden, die nicht benannt werden können.
- Umweltfaktoren: Lärm, Reizüberflutung oder Änderungen der Routine.
- Psychische Faktoren: Angst, Depression oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.
5 Strategien für den Umgang
- Ruhig bleiben – nicht mit Aggression auf Aggression reagieren.
- Ursache identifizieren – welches Bedürfnis oder Unbehagen steckt dahinter?
- Umgebung anpassen – Reize reduzieren, für Ruhe sorgen.
- Kommunikation anpassen – einfache Sätze, ruhige Stimme, sanfte Berührung (siehe Kommunikation mit Demenzkranken).
- Professionelle Hilfe suchen, wenn die Belastung zu groß wird.
Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist
Treten Aggressionen häufig auf oder sind sie nicht zu bewältigen, helfen ärztliche Unterstützung und Beratung. Auch eine einfühlsame Betreuung zu Hause entlastet Angehörige spürbar. Hängt das Verhalten mit einer Depression zusammen, lohnt der Beitrag Demenz und Depressionen. Weitere Beratung: Deutsche Alzheimer Gesellschaft.