Die Früherkennung der Alzheimer-Krankheit

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Auch wenn die Alzheimer-Krankheit bisher als unheilbar gilt, lohnt sich die Alzheimer Früherkennung. Sie verschafft Betroffenen und Angehörigen wertvolle Zeit, um Lebensgewohnheiten anzupassen, Vorsorge zu treffen und den Alltag bewusst zu gestalten.

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Demenzform. Ursache ist ein Abbau von Nervenzellen, der oft viele Jahre vor den ersten Symptomen beginnt. Zusätzliche Schädigungen wie Schlaganfälle oder Gefäßschäden bei hohem Blutdruck können das Fortschreiten begünstigen.

Was bedeutet Früherkennung?

Die Alzheimer Früherkennung meint das Bemühen, den Krankheitsprozess bereits im Stadium der langjährigen Entwicklung zu entdecken – auch dann, wenn noch kaum oder gar keine Symptome auftreten und der Alltag noch nicht eingeschränkt ist.

Die genetische Früherkennung

Im symptomfreien Stadium kann ein Gentest Veränderungen des Erbguts nachweisen, die auf eine vererbte Alzheimer-Krankheit hindeuten. Diese erbliche Variante tritt meist vor dem 60. Lebensjahr auf, macht aber nur rund 1 % aller Fälle aus. Die Genauigkeit des Tests liegt nahe 100 %.

Früherkennung bei geringfügigen Symptomen

Hier sind zwei Schritte üblich: Zunächst weisen neuropsychologische Tests eine charakteristische Beeinträchtigung des episodischen Gedächtnisses nach (Lernen und Abrufen neuer Informationen). Anschließend belegen bildgebende Verfahren den Rückgang von Nervenzellen – die Kernspintomografie (MRT) zeigt die Schrumpfung der Hirnrinde, die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) den reduzierten Stoffwechsel betroffener Regionen.

Die biochemische Untersuchung

Auch das Nervenwasser lässt sich untersuchen: Erhöhte Werte des phosphorylierten Tau-Proteins und niedrige Beta-Amyloid-Werte gelten als typische Anzeichen. In Kombination mit empfindlichen Gedächtnistests liegt die Vorhersagegenauigkeit bei rund 90 %. Wegen des Aufwands führen meist spezialisierte Zentren diese Diagnostik durch.

Warum sich die Alzheimer Früherkennung lohnt

Auch ohne Heilung gibt es gute Gründe: Gedächtnistraining, eine angepasste Ernährung, Bewegung und die Behandlung von Bluthochdruck können frühzeitig in den Alltag integriert werden (siehe Vorbeugung gegen Demenz). Zudem können Betroffene rechtzeitig eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung erstellen, solange sie dazu in der Lage sind – und bewusst Lebenswünsche verwirklichen.

Beratung und Unterstützung finden Angehörige bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Wenn Betreuung zu Hause infrage kommt, hilft unser Bedarfsfragebogen – kostenlos und unverbindlich.

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