Demenz und Autofahren vertragen sich auf Dauer nicht – denn die Erkrankung beeinträchtigt Reaktion, Orientierung und Urteilsvermögen. Der richtige Zeitpunkt zum Aufhören ist individuell, sollte aber rechtzeitig kommen.
Warum Demenz das Fahren gefährlich macht
Schon im frühen Stadium leiden Aufmerksamkeit, Reaktionsfähigkeit und räumliche Orientierung. Vertraute Strecken werden plötzlich fremd, Verkehrssituationen falsch eingeschätzt – das Unfallrisiko steigt.
Die rechtliche Seite
Wer sich oder andere im Straßenverkehr gefährdet, darf nicht fahren. Bei Zweifeln kann die Fahrerlaubnisbehörde ein ärztliches oder fahrpraktisches Gutachten verlangen. Verantwortung tragen auch Angehörige, wenn sie von der Gefährdung wissen.
Das Gespräch einfühlsam führen
Der Verlust des Führerscheins bedeutet für viele einen Verlust an Freiheit. Führen Sie das Gespräch früh, respektvoll und gemeinsam mit dem Hausarzt. Bieten Sie Alternativen an: Fahrdienste, Angehörige oder eine 24-Stunden-Betreuung, die auch Begleitung übernimmt.
Weitere rechtliche Vorsorge
Klären Sie früh auch Verträge bei Demenz und – wenn nötig – die gesetzliche Betreuung. Unverbindlich beraten lassen: Bedarfsfragebogen. Offizielle Infos: Bundesgesundheitsministerium.