Demenz und Schlafstörungen verstärken sich gegenseitig: Die Erkrankung stört den Schlaf – und schlechter Schlaf begünstigt umgekehrt die Entstehung einer Demenz. Für pflegende Angehörige werden die nächtlichen Probleme oft zur größten Belastung.
Schlaf und Gedächtnis
Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. Wer dauerhaft schlecht schläft, hat eine geringere geistige Leistungsfähigkeit. Das Hormon Melatonin steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus.
Schlafen im Alter
Im Alter wird der Schlaf flacher, kürzer und unterbrochener. Zwischen Demenz und Schlaf besteht ein enger, wechselseitiger Zusammenhang.
Schlafstörungen und das Demenzrisiko
Schon bei Gesunden erhöhen Schlafstörungen das Demenzrisiko. Besonders die Schlaf-Apnoe – wiederholte Atemaussetzer im Schlaf – wird mit einem deutlich erhöhten Risiko für kognitive Beeinträchtigungen verbunden. Bewegung und gesunde Lebensführung beugen vor (siehe Demenz vorbeugen).
Alzheimer und Schlaf: die Rolle von Beta-Amyloid
Schlafmangel verstärkt die Ablagerung von Beta-Amyloid – einem Mitauslöser der Alzheimer-Krankheit. Im Schlaf arbeitet zudem das „Drainage-System“ des Gehirns, das schädliche Stoffwechselprodukte abbaut.
Wenn die Demenz den Schlaf stört (Sundowning)
Bei bis zu 80 % der Demenzkranken tritt Schlaf-Apnoe auf. Typisch sind ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus, Einnicken am Tag sowie Unruhe am Abend – das sogenannte „Sundowning“.
Entlastung für pflegende Angehörige
Gestörte Nächte zehren auch an den Pflegenden. Eine 24-Stunden-Betreuung zu Hause kann nachts entlasten und den Tagesrhythmus stabilisieren. Weitere Hinweise: Deutsche Alzheimer Gesellschaft.